journalizing


da ich gerade in deutschland auf urlaub bin und natürlich mein tagebuch zu hause liegen hab lassen, gibt’s heute hier einen kleinen auszug aus meinem tagebuch.
habe vorgestern mal wieder eine schwache minute bekommen und alles in mein handy eingetippt:

„wir spielten finsterwald und wurden das liebespaar. natürlich wusste sofort jeder bescheid, obwohl wir es so gut wie möglich zu verhindern versuchten. naja ‚wollten‘, ich tat es nur ihm zu liebe. wie wir uns im stiegenhaus versteckt hatten, bloß ein kurzer kuss um uns zu verabschieden. kurz davor hatte ich ihn vor allen umarmt und ihm ins ohr geflüstert ‚gar nichts tun wäre zu auffällig‘ und dann das von seinen lippen geformte ‚leider‘ darauf. danach hatte er kurz und bündig gemeint, ich solle mit ihm kommen und plötzlich dieser überraschende abschiedskuss.

wann würde ich es endlich schaffen über ihn hinweg zu kommen? jeden abend frage ich mich das. jeden abend wieder. jeden abend hoffe ich, dass am nächsten tag diese eine frage nicht wieder kommt, sondern, dass ich einfach seelenruhig einschlafen kann.

dennoch bleibt er der letzte an den ich denken muss bevor mein körper aufgibt und mich dem schlaf übergibt, den träumen. manchmal ist es zu schlimm, dann denke ich mein herz zerreißt, mein schwer erarbeitetes pflaster kann den schmerz nicht mehr halten. dann denke ich, was soll ich noch tun hier? ohne ihn? in diesen momenten nehme ich einfach dich, mein liebes tagebuch, und schreibe alles rein was mir grad einfällt, dabei weine ich jedes mal. mal ist mein ganzes gesicht nass vor lauter tränen, ein anderes mal leide ich still, nur eine träne bahnt sich traurig und allein den weg ins nichts. letztere momente sind immer die schlimmsten, sie nehmen mir meine lebensenergie. an diesen tagen schnürt es mir die kehle zu, dass es mich wundert, dass ich überhaupt noch atmen kann.

wann lieber gott geht der schmerz vorbei? wann kann ich mich an etwas erinnern ohne sofort den stechenden schmerz zu spüren und glasige augen zu bekommen? wann kann ich endlich lächeln und sagen es war eine schöne zeit? gewiss es war eine schöne zeit. ich liebe sie so sehr, doch sie tut mir so weh, sie zeigt genau das, was ich verloren habe. verloren für immer.

wann wird es mir egal sein, ob er auch an mich denkt? wann werde ich aufhören zu hoffen, das er mich immer noch liebt? wann werde ich aufhören ihn zu lieben?

<<forget me not i asked of you,
forget me not wherever life takes you to.
and if we never meet again,
think of me every now and then.
forget me not i asked – asked  of you >>

please…“

XX

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